Chiffrierte
Nachrichten, Teil IV
" Ich nahm natürlich
sofort die Verfolgung auf und eine wilde Verfolgungsjagd entbrannte.
Quer durch Bolinien, hin und her, verfolgte ich Luby Önskets Spur.
Aber am Ende schaffte es Luby doch, zu entkommen.
Und dann bin ich erstmal losgezogen, Dich zu retten und nun sollten wir
uns beeilen, damit der ganze Spaß nicht ohne uns stattfindet. Auf nach
Buddelboxien. Wenn meine Spürnase mich nicht trügt, dann werden wir
dort eine interessante Nacht erleben."
Wir eilten also durch die Nacht. Es widerstrebte mir zutiefst, mich
widerstandslos den Anordnungen WiFabias unterzuordnen, aber ich mußte
zugeben, daß sie heute im Gegensatz zu mir die bessere Spürnase hatte.
Meine Barthaare hatten sich wohl verknotet, während sie die
Hamsterbacken voller Glück hatte.
Also folgte ich ihr kommentarlos, während man nur das Trippeln unserer
Pfoten auf dem Pflaster der sich wieder leerenden Straßen Boliniens
hörte.
Buddelboxien wirkte seit jeher wie ein Magnet auf alle Arten von
zwielichtem Gesindel. Der Grund dafür war, daß sich in Buddelboxien ein
Großteil des Lebens im Untergrund abspielte. Hier waren die Straßen
auch Mitten in der Nacht - während in Bolinien das Leben pulsierte -
hamsterleer.
Wenn man jemanden suchte, so mußte man den finsteren Gestalten in
die Unterwelt folgen.
So fingen auch wir an, uns in die Unterwelt zu wühlen.

Plötzlich hörte ich WiFabias Ruf "Ich hab' ihn" und sah gerade
noch, wie Luby aus den Tiefen der Unterwelt aufgeschreckt hervorschoß
und an WiFabia vorbei eilte.

WiFabia setzte sofort hinterher und kam gerade noch rechtzeitig.
Minuten später und Luby wäre die Flucht über das Not-Seil gelungen.
Sofort brach ein heftiger Faustkampf zwischen WiFabia und Luby los.
Und erst als ich auch hinzukam, schafften wir es, Lubys Gegenwehr zu
brechen.
Von unserer kämpferischen Übermacht eingeschüchtert, stellte Luby seine
Kampfhandlungen ein und hatte uns heroischen Siegern Rede und Antwort
zu stehen....